ESKE SCHLÜTERS- TRUE TO YOU
AUSSTELLUNG VOM 13. NOVEMBER– 12. DEZEMBER 2005

GOLD zeigt in neuen Räumen in der Hamburger Innenstadt vom 13. November bis 12. Dezember eine neue Arbeit von Eske Schlüters - TRUE TO YOU.

„....weil man es gerne haben kann, wie sie etwas sagen, und dadurch erahnen, was gesagt werden wollte, so wie ich von Text zu Text, von Bild zu Bild, von Figur zu Figur gegangen bin, weil sie mir etwas sagen. So sage ich das Gehörte weiter, wie ich es ‚verstanden’ habe.“ Eske Schlüters

Der Betrachter hindert sich immer wieder selbst an der Wahrnehmung. Er will den Einsatz der Zeichen und Muster verstehen. Er verlässt im Prozess der Bewertung und Einordnung das Vertrauen in seine Empfindungen. Der Rezipient sucht eine Wahrheit dort, wo es seine bereits gibt.
Dabei ist es so einfach.
Die Projektionen von Eske Schlüters als Bild-Wort-Spiel verstehen, in dem Sinne wie Ludwig Wittgenstein bei unserem Einsatz von Sprache von einem Sprach-Spiel spricht und es als ein Verarbeiten von Angeeignetem und neu Zusammengefügtem sieht, würden dem Betrachter zeigen, wie spielerisch auch Eske Schlüters mit den ihr zufließenden Bildern und Worten umgeht. Bilder und Worte, die ihr etwas „sagen“, die immer auch Ausschnitte aus einem Anderen oder Größeren sind, die sie schätzt, in ihre Form bringt und weiterreicht.

Der Betrachter könnte nun dem Reiz des Ahnens folgen. Ahnen wie sie es sieht, in dem man nicht ausschließlich deutet, sondern sich desgleichen in etwas hineindenkt, für die Wahrnehmung auch immer ein Spektrum an Möglichkeiten erkennt. Eine Form, die eine große Qualität in den Arbeiten von Eske Schlüters ist.

TRUE TO YOU, ihre Arbeit über die Suche nach der Wahrheit ist nicht das Forschen nach einer neuen Erkenntnis. Sie erhebt auch keinen Anspruch auf eine Wahrheit, wie er mitunter bei der Darstellung von Tatsachen vermittelt wird, deren subjektive Darstellung doch auch absolut sein möchte. Eske Schlüters umgeht vielmehr durch den verstärkten Einsatz von Subjektivität eine mögliche Vollständigkeit, arbeitet mit den Mitteln der Abstraktion und ist sich dabei der unterschiedlichen Deutungsebenen bewusst. Sie bildet eine Plattform, auf der sich der Betrachter entfalten kann, und bietet ihre Darstellung an, Bestandteil des sodann Angeeigneten zu werden. Eske Schlüters verwandelt somit unsere Wahrnehmung der Wahrheit.

Über den Inhalt hinaus gibt es einen starken formalen Aspekt in den Videoarbeiten von Eske Schlüters. Die Montage ist das stilistische Wesen ihres Wirkens. Rhythmus und Tempo ihrer Erzählung setzt sie ebenso wirkungsbewusst ein, wie die Klangfarbe der verwendeten Sprache. Töne und Geräusche entfalten eine mitunter eigenständige Wirkung. Jedes einzelne Bild geht über die Form der Beschreibung hinaus und nutzt sein Potenzial als erzählerisches Mittel.

Dabei montiert Eske Schlüters in dem Bewusstsein, dass sich das Gebildete für den Betrachter weiter kombinieren, zusammenfügen und in Nebenerzählungen fortsetzen lässt.

Sie weiß um die Wirkungen, von versteckten Übereinstimmungen zwischen ihr und dem Betrachter. Sie kann somit auf ein Ziel hinführen im Bewusstsein der Einschränkungen durch den Interpreten, der sein Eigenes hinzufügt. Das Ende ist somit offen.

Jörg Franzbecker / GOLD

 

ESKE SCHLÜTERS- TRUE TO YOU
Exhibition 13. November - 12. Dezember 2005

GOLD shows in a new location in Hamburg city center from 13. November to 12. December a new work of Eske Schlüters - TRUE TO YOU.

"... .because one likes, how they say something, and suspect by it, what was wanted to be said, so as I walked from text to text, from image to image, from figure to figure, because they tell me something. So I repeat what I heard as I understood it."

Eske Schlüters

The observer even prevents himself from the perception again and again. He wants to understand the use of the signs and patterns. He leaves the trust into his sensations in the process of evaluation and classification. The recipient looks for a truth, where his is already given.

It´s so simple with it.

To understand the projections of Eske Schlüters as picture-word-game, in the sense like Ludwig Wittgenstein with our use of language speaks of a language-game and sees it as a processing of appropriation and new linked, would show the observer, as playfully Eske Schlüters handles pictures and words approaching her. Pictures and words, that “tell her something”, that are always excerpts from another or a greatness, that she estimates, brings into their form and passes it on.

The observer could now follow the attraction of suspicion. Suspect like she sees it, toward which one doesn't interpret exclusively, but thinking oneself into something, also recognizing ever for the perception a spectrum of possibilities. A form, that is a big quality in the works of Eske Schlüters.

TRUE TO YOU, her work about the search for the truth is not the searching for a new realization. She lays also no claim to a truth as it is occasionally given with the representation of facts, whose subjective representation would also like to be absolute. Eske Schlüters rather avoids a possible completeness through the reinforced use of subjectivity, works with the methods of abstraction being aware of the different interpretation-levels. She creates a platform, on which the observer can develop himself and offers her representation to become a part of the just appropriated. Eske Schlüters transforms our perception of the truth consequently.

Beyond the content there is a strong formal aspect in the video-works of Eske Schlüters. The montage is the stylistic nature of her work. She uses rhythm and speed of her story, like the timbre of the used language, just as effect-consciously. Tones and sounds develop an autonomous effect occasionally. Each individual picture is beyond the form of the description and uses its potential as narrative method.

Eske Schlüters installs with it in the consciousness that the creation can be further combined, linked and be continued in additional-stories for the observer.

She knows about the effects, from hidden agreements between her and the observer. She can lead on a goal consequently well knowing the restrictions through the interpreter, who adds his own. The end is consequently open.

JÖRG FRANZBECKER / GOLD

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